Rezension #121: Skin. Das Lied der Kendra


Am 25.04.2016 bei penhaligon erschienen
ISBN: 978-3-641-17005-9
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook


[www.randomhouse.de]



Niemand weiß, woher sie kommt. Niemand weiß, zu wem sie gehört. Und doch ist sie ihrer aller Rettung.
Eine Tierhaut zu tragen bedeutet für den Stamm der Caer Cad alles: Sie steht für den Glauben der Menschen, für ihre Vorfahren, für ihr Land. Nur die vierzehnjährige Waise Ailia hat niemanden, der ihr eine Haut hätte vererben können, und ist damit eine Außenseiterin – bis sie durch eine geheimnisvolle Begegnung auf den Weg geführt wird, der ihr seit jeher vorherbestimmt ist. Sie soll zur Kendra werden, zur größten Wissenshüterin des alten Glaubens. Für Ailia beginnt eine Reise in eine ihr unbekannte Welt, wo sie nicht nur ihrer großen Liebe begegnet, sondern ihr Land auch vor einer großen Gefahr retten muss …
[www.randomhouse.de]



Erster Satz:
„Ich war noch keinen Tag alt, als Kochmutter mich auf der Schwelle zur Küche der Stammeskönigin fand.“


„Skin. Das Lied der Kendra“ ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die Geschichte ist aus Ailias Sicht erzählt, sie ist mitreißend und emotional. Mich konnte „Skin. Das Lied der Kendra“ sehr schnell einfangen und hat mich auch sehr gut hindurch getragen. Die Gestaltung des jeweiligen Kapitelbeginn mit den Fischen und auch mit den Worten sind sehr stimmig.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Mir gefiel Ailia sehr gut und gehört zu meinen Lieblingen. Ich finde es sehr bemerkenswert das sie sich als andersartige nicht unterkriegen lässt und ihren Wissensdurst finde ich faszinierend. Auch die Entwicklung die Ailia durchmacht ins besondere wie sie mit Ihrer Bestimmung umgeht ist sehr überzeugend. Ailias Handlungen und Reaktionen finde ich für sie sehr stimmig und logisch.

Die Szenen sind sehr beeindruckend beschrieben. Ich konnte mir die Geschehnisse sehr gut vorstellen und hatte das Gefühl ich bin dabei. „Skin. Das Lied der Kendra“ ist sehr emotional und besonders im letzten drittel hat mich die Geschichte mehrfach sehr berührt. Meine Lieblingsszene, bzw. die Szene die mich sehr berührt hat ist die als Ailia und Heka in dem Raum feststecken und Ailia etwas erfährt.

Die Geschichte konnte mich schnell einfangen und mich schnell überzeugen. Etwas schade fand ich das der Anfang doch sehr ausführlich beschrieben wurde und fast etwas langsam voran ging und es zum Ende alles sehr schnell ging. Ich hätte mir hier noch etwas mehr gewünscht. Als das Ende kam war ich traurig das es schon vorbei ist und vor allem so schnell.

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es bildet einen schönen Abschluss zu der gelungenen Geschichte und die Fische finden sich bei jedem Kapitelbeginn wieder was sehr stimmig ist.



„Skin. Das Lied der Kendra“ ist eine rundum gelungene Fantasie-Geschichte. Mit tollen Charakteren und beeindruckenden Szenen. Am Ende ging es mir fast etwas zu schnell aber ich bin auch sehr traurig das es vorbei ist. Als Gesamtpaket finde ich „Skin. Das Lied der Kendra“ rundum gelungenen und kann es sehr empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Rundum gelungen


Mein Dank für das Leseexemplar geht an Verlagsgruppe Random House.

Rezension #120: Noah will nach Hause


Am 22.09.2016 bei ullstein erschienen
ISBN: 978-3843714457
Genre: Spiritueller Roman
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBuch


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Die alleinerziehende Janie ist ratlos. Ihr vierjähriger Sohn Noah hat Albträume und erzählt von grausigen Dingen. Immer wieder jammert er, dass er zu seiner Mama will. Aber ist er das nicht? Nachdem die verzweifelte Mutter verschiedene Ärzte konsultiert hat, stößt sie beim Stöbern im Internet auf die Seite von Jerome Anderson, einem Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht. In ihrer Not nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Kann er Noah helfen? Und so machen sie sich mit nur wenigen Anhaltspunkten detektivisch auf die Suche nach dem Ort, dem Haus, der Familie, der Mutter, nach der Noah sich so sehr sehnt – und werden fündig. 
[www.ullsteinbuchverlage.de]



Erster Satz:
„Kurz vor Ihrem neununddreißigsten Geburtstag, am trostlosesten Tag im trübsten Februar aller Zeiten, beschloss Janie, etwas zu tun, das sich als die wichtigste Entscheidung ihres Lebens herausstellen sollte: Sie beschloss, Urlaub zu machen.“


„Noah will nach Hause“ ist locker geschrieben und liest sich flüssig. Hier werden unterschiedliche Sichtweisen dargestellt, unter anderem die von Janie und Jerome Anderson. 
Mir gefiel der Schreibstil sehr gut und wurde durch ein paar auffallende Fehler kaum gestört, allerdings frage ich mich wie fehlende Worte und auch nicht stimmende Namen niemandem aufgefallen sind.
Weitere Bücher von Sharon Guskin würden mich durchaus interessieren.

Die Charaktere sind interessant und abwechslungsreich gestaltet wobei ich mich bei Jerome Anderson, bei seinem ersten auftauchen, schon gefragt habe wie der Mann hilfreich sein kann. Mir gefielen die Charaktere sehr gut und ich bin selbst überrascht das Jerome mich so überzeugen konnte. Menschlich bekommt man einen sehr guten Eindruck von ihm. Er hat eine Vergangenheit die man auch zu Teilen erfährt und die ihn sympathisch machen.
Auch Janie fand ich sehr sympathisch. Auch wenn von Janie nicht so viel preisgegeben wird erlebt man sie doch in einem liebevollen Umgang mit Noah. Manches Mal wirkt sie hoffnungslos überfordert aber die Liebe zu Noah wird deutlich.

Was ich als sehr interessant empfand waren die Fallbeispiele die aufgeführt wurden. Manch einen Rückblick von Jerome Anderson fand ich allerdings als etwas ausartend. Wenn man das Gesamtbild betrachtet war es aber sehr stimmig.

In „Noah will nach Hause“ gab es einige berührende Momente und so ging auch die Geschichte nicht spurlos an mir vorüber aber da ich nichts verraten möchte kann ich hier kaum näher drauf eingehen, nur soviel, es handelt sich um die Art wie Noah in seinem vorigen Leben den Tod fand.



„Noah will nach Hause“ empfand ich beim lesen stellenweise etwas ausartend. Die Charaktere sind interessant und abwechslungsreich. Die beschriebenen Fallbeispiele fand ich sehr interessant und sie sind eine gute Untermalung. Als Gesamtpaket konnte mich „Noah will nach Hause“ überzeugen. Sehr zu empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Sehr interessant und überzeugend


Mein Dank für das Leseexemplar geht an Ullstein und JellyBooks.

Rezension #119: Kaktusblüte

Bea Lange

Am 1. Februar 2016 bei Bookshouse erschienen
ISBN: 978-9963-53-275-9
Genre: Liebesroman
Sprache: Deutsch
Gelesen als E-Book


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Johanna arbeitet Tag und Nacht, um genügend Geld zusammenzukratzen. Sie zahlt einen horrenden Kredit ihres nichtsnutzigen Bruders ab, um die kränkelnden Eltern vor der Pfändung des Eigenheims zu schützen. Jo schämt sich für ihre Familie und verheimlicht ihre Situation. Als sie eines Nachts in einer Diskothek ihren Frust im Alkohol ertränkt, wirft sie sich auf peinliche Weise einem Traumtypen an den Hals. Einige Tage später muss sie feststellen, dass es sich um den Besitzer des Café Anderson handelt – ihren neuen Chef. Es prickelt gewaltig zwischen Mike und Jo, doch ihre Lage erlaubt ihr nicht, ihn an sich heranzulassen. Sie begegnet ihm mit beißender Arroganz, woraufhin er ihr spöttisch den Spitznamen Kaktus verpasst. Als ihr Bruder ins Café einbricht und die Tageseinnahmen stiehlt, bricht Johannas Lügengerüst zusammen und sie muss sich entscheiden, was ihr im Leben wirklich wichtig ist. 
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Erster Satz:
„Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss, und sie zuckte zusammen.“


„Kaktusblüte“ ist sehr locker, leicht und flüssig geschrieben. Der Roman ist emotional und regt zum nachdenken an. „Kaktusblüte“ lässt sich auch eben so leicht und flüssig lesen, die Emotionen kommen gut an, besonders im letzten drittel.
Mich hat der Roman sehr schnell erreicht und mich sehr gut durch getragen. Die Geschichte hat mich so gefesselt das ich das Buch fast ohne Pausen durchgelesen habe.
Bislang kannte ich noch kein anderes Buch von Bea Lange aber das nächste Buch der Café au Lait und ganz viel Liebe – Reihe steht schon auf meiner Wunschliste. Der Schreibstil ist sehr überzeugend.

Mein Lieblingscharakter ist Mike. Ich mochte ihn auf Anhieb. Er ist sympathisch und auch authentisch, sehr hilfsbereit und spannend. Mich hat er einfach eingefangen. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr gut gestaltet. Auch Jo konnte mich überzeugen und auch sie ist sehr sympathisch und authentisch ich finde ihren Einsatz für die Familie sehr bewundernswert nur leider gibt sie sich dabei sehr auf aber Jo macht im Laufe der Geschichte eine sehr gute Entwicklung durch.

Meine Lieblingsszene hat mich sehr berührt, so dass mit die Tränen liefen. Als Mike Jo nach Hause bringt und sich nicht davon abbringen lässt auch die Familie kennenzulernen. Besonders berührend war aber auch eine andere Szene. Hierzu sage ich nur Mike's Geburtstagsfeier. Ich will ja natürlich nicht zu viel verraten aber wenn Ihr „Kaktusblüte“ lest könnt Ihr das sicher nachvollziehen warum ich diese beiden Szenen gewählt habe. Natürlich hat der Roman noch viele andere wunderschöne und berührende Szenen zu bieten.

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Ich mag den Aufbau und die Farben. Im Allgemeinen hat es mich sehr überzeugt. Sehr gut gewählt.



Für mich war „Kaktusblüte“ ein sehr angenehmes Leseerlebnis. Der Roman war sehr fesselnd und emotional den ich fast ohne Pausen verschlungen habe. Ich empfand alles als sehr stimmig, von dem Cover, über die Charaktere und den Szenen. Mit hat es großen Spass gemacht den Roman zu lesen und ich war, besonders im letzten Drittel, sehr berührt so dass mir auch die Tränen liefen. Absolut empfehlenswert.


5 von 5 Schnecken
fesselnd, emotional, sehr stimmig


Mein Dank für das Leseexemplar geht an Bookshouse.

Rezension #118: Archibald in love: Frösche lügen nicht


Am 29.06.2016 bei CreateSpace Independent Publishing Platform erschienen
ISBN: 978-1533-45-631-1
Genre: Liebesroman
Sprache: Deutsch
Gelesen als flexibler Einband 198 Seiten


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Frösche lügen nicht – oder doch? Können sie das Wetter vorhersagen oder die große Liebe? Allys Frosch angeblich ja. Archibald ist sein Name und er soll hellsehen können. Ally ist sich da nicht so sicher, aber da es in ihrem Leben gerade wenig aufregend zugeht, lässt sie sich auf das Experiment ein. Leider scheint der Frosch einen Blackout zu haben, denn ausgerechnet Max, ihr neuer Kollege, flirtet plötzlich mit Ally und ist betont aufmerksam. Ist Archibald etwa dafür verantwortlich?
Niemals kann Max der Mann fürs Leben sein. Er verhält sich nicht nur ungewöhnlich, nein, ihre beste Freundin behauptet außerdem, er würde nebenbei als Stripper arbeiten. Ihren Traumprinzen hat Ally sich eindeutig anders vorgestellt. Archibald muss sich irren. Oder doch nicht? 
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Erster Satz:
„Rechnungen, Werbung, Kabelfirma – keine Liebesbriefe.“


„Archibald in love: Frösche lügen nicht“ ist sehr locker, leicht und flüssig geschrieben. Es lässt sich auch ebenso locker, leicht und flüssig lesen. Versprüht Charme und Witz und ist fesselnd. Der Roman ist kurzweilig und eignet sich sehr gut als Sommerlektüre.
Bislang kannte ich keinen Roman von M. L. Busch daher kann ich keinen Vergleich anstellen. Mit „Archibald in love: Frösche lügen nicht“ konnte M. L. Busch mich aber überzeugen. Der Schreibstil und die Geschichte sind überzeugend und konnten mich schnell einfangen. Ich war sehr schnell gefesselt und konnte das Buch kaum bei Seite legen so dass ich den Roman fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Mein Lieblingscharakter ist Ally, sie ist mir sehr sympathisch und kommt auch sehr authentisch rüber. Aber auch Max und Achibald sind sehr überzeugend, wobei Archibald ja eher ein stiller Geselle ist und nicht sonderlich aktiv.

Meine Lieblingszene ist die als Ally auf den Knien ist, mit dem Hintern in der Luft und unter dem Schrank nach Achibald sucht, was dann weiter geschieht verrate ich aber nicht. Ich fand die Szene einfach sehr passend und sie ist mir einfach am besten im Gedächtnis geblieben wobei der Roman noch einige sehr gute Szenen mehr zu bieten hat.

Das Cover ist an sich sehr gut gewählt, leider deckt sich das Cover nicht mit Ally. Sie wird anders beschrieben als abgebildet, mit Locken und blauen Augen. Natürlich ist das kein großer Makel aber ein passendes Cover hätte das Gesamtpaket wunderbar abgerundet.

Die Geschichte ist sehr interessant und versprüht durch Archibald auch etwas Magie. Was mir nicht ganz so gefallen hat, bzw. was mir etwas viel vorkam war die Abstammung von Max, die am Ende ans Licht kommt. Trotzdem hat mir „Archibald in love: Frösche lügen nicht“ sehr gut gefallen. Und eignet sich wunderbar als Sommerlektüre oder einfach mal für zwischendurch.



Eine interessante und kurzweilige Geschichte mit Witz, Charme und einem Hauch Magie. „Archibald in love: Frösche lügen nicht“ eignet sich sehr gut als Sommerlektüre oder auch für zwischendurch und ich kann den Roman sehr empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Witzig, charmant eine tolle Sommerlektüre


Mein Dank für das Leseexemplar geht an den M. L. Busch.

Rezension #117: Bittersüßer Sommer

Nadine Ring

Am 15.07.2016 bei bookshouse erschienen
ISBN: 978-9963-53-462-3
Genre: New Adult Romance
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBuch


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Sommer, Sonne, Strand – die Zutaten eines jeden Traumurlaubs. Es sei denn, man gehört wie Anne in die Kategorie Hauttyp Eins und läuft bereits bei minimaler Sonneneinstrahlung Gefahr, sich eine ausgemachte Sommersprossenplage heranzuzüchten. Was aber tut man nicht alles für die allerbeste Freundin? Und so lässt sie sich Corinna zuliebe auf das Abenteuer Inselurlaub ein. Hätte sie jedoch gewusst, dass die Sonne ihr geringstes Problem sein würde, wäre sie zu Hause geblieben. Denn plötzlich sieht sie sich mit Raphael Fitz konfrontiert, dem Albtraum ihrer Pubertät, und egal, wie eifrig Anne ihm ihre Geringschätzung kommuniziert, er lässt sich nicht abwimmeln. Zu allem Überfluss scheint sich zwischen Corinna und Raphael etwas anzubahnen. Und als wäre dies nicht schlimm genug, muss sich Anne bald eingestehen, dass sein Lächeln sie auch heute noch vollkommen aus dem Konzept bringt. Aber sie kämpft tapfer, weil sie eines unter keinen Umständen möchte: dass ihr Herz am Ende erneut in Scherben vor ihm auf dem Boden liegt. 
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Erster Satz:
„Anne lief gegen eine Wand.“


„Bittersüßer Sommer“ ist sehr angenehm geschrieben und lässt sich sehr locker lesen. Die Kapitellänge finde ich persönlich etwas lang aber nicht zwingend negativ. Die Emotionen kommen gut bei mir an und es sind auch witzige Momente dabei. Es ist ganz spannend geschrieben, auch wenn mich eine Tatsache nicht wirklich überrascht hat, so konnte mich der Roman doch sehr gut fesseln. Sehr angenehm finde ich das es eine Geschichte ist die wirklich jedem von uns so hätte passieren können. 

Von Nadine Ring kannte ich bislang noch keinen Roman aber da ich den Schreibstil sehr angenehm fand ist es durchaus möglich das ich noch weitere Bücher von ihr lese.

„Bittersüßer Sommer“ ist gespickt mit einigen emotionalen Momenten. Die Momente die mich am meisten berührten, waren allerdings eher am Ende. Da ich natürlich nichts von dem Inhalt verraten möchte sage ich nur soviel, die Aufklärung der Situation trieb mir doch Tränen in die Augen.
Nicht nur emotional, nein es war auch spannend. Auch wenn ich nicht wirklich sehr überrascht von den Geschehnissen war, so waren sie doch gut beschrieben und die Hergänge waren logisch und real. Mich konnte die Geschichte sehr fesseln und ich habe den Roman sehr schnell durchgelesen, ich konnte ihn kaum bei Seite legen.

Mein Lieblingscharakter ist Anne, sie ist so wunderbar authentisch. Etwas kompliziert und nachtragend aber auch eine gute Freundin die sich auf einen Urlaubsort einlässt der so gar nicht ihr Wunschgebiet ist und dann auch noch verspricht auf Cori „aufzupassen“. Auch Corinna und Raphael haben mir sehr gut gefallen, besonders weil sie so aus dem Leben gegriffen sind. Sie wirken einfach nur normal und nicht überdreht. 
Von Anne und Raphael erfährt man einige Details, Corinna bleibt da eher etwas bedeckt. Im allgemeinen hätte man noch etwas in die tiefe gehen können und mehr Informationen preisgeben können. Aber die drei sind durchdacht und sind stimmig mit der Geschichte.

Meine Lieblingsszene ist ganz klar die Szene in der Anne allein in der Nacht ihre Bahnen zieht. Wer das selber einmal gemacht hat, weiß das so ein Moment einfach traumhaft ist und auch etwas magisches an sich hat. Vor allem ohne Stress und Lärm aber auch nicht abgeschieden von allem. Mir gefiel aber auch sehr gut was passierte als Anne sich ihr Kleidchen wieder anziehen wollte aber mehr verrate ich nicht.



„Bittersüßer Sommer“ ist eine schöne kurzweilige Geschichte die Raum für Spekulationen lässt. Sie ist spannend und romantisch außerdem konnte sie mich sehr angenehm durch tragen, ich war richtig gefesselt. Für mich war es ein sehr angenehmer Lesegenuss. Ich kann „Bittersüßer Sommer“ sehr empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Spannend, romantisch und real


Mein Dank für das Leseexemplar geht an Bookshouse.

Rezension #116: Warme Milch und Kummerkekse

Kummerkekse - Serie

Am 19. April 2016 bei Montlake Romance erschienen
ASIN: B01BKNMI2S
Genre: Liebesroman
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook


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Lange Zeit waren die Taxifahrerin Dagmar und der Polizist Pit nur gute Freunde und wohnten als Nachbarn Tür an Tür. Als ein Paar aus ihnen wird und Dagmar von einer baldigen Hochzeit träumt, nehmen die Schatten ihrer Vergangenheit wieder Gestalt an. Ist es pure Einbildung? Sind es nur dumme Zufälle oder ist sie tatsächlich in Gefahr? Wem kann sie noch trauen?
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Erster Satz:
„Es ist doch kaum zu glauben, wie viel Gedöns sich in nur vier Jahren in meiner kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung angehäuft hat.“


Wie von Frieda Lamberti gewohnt ist „Warme Milch und Kummerkekse“ sehr locker und leicht geschrieben und lässt sich auch eben so locker und leicht lesen. Die Geschehnisse lassen sich leicht verstehen und auch hier kommt ein gelegentlicher Wechsel der Erzählperson vor so dass es möglich ist einzelne Geschehnisse aus Pits Sicht zu erleben, die meiste Zeit ist allerdings Dagmar die Haupterzählerin.
Die Leichtigkeit mit der „Warme Milch und Kummerkekse“ geschrieben wurde aber auch der Witz und die Spannung machten mir das lesen zu einem Lesegenuss.

Von Frieda Lamberti habe ich schon ein paar Romane gelesen. Dazu gehören, natürlich, der erste Band der Serie „Kalte Milch und Kummerkekse“ aber auch die „Herzklopfen“-Serie und „Blindes Vertrauen und fatale Begierde“. Die Autorin hat Ihren eigenen Stil gefunden und bleibt sich sehr treu. Mir gefällt die Art wie Frieda Lamberti schreibt sehr gut und nehme gerne einen ihrer Romane wenn ich etwas flottes lesen mag. Die Romane sind in der Regel sehr kurzweilig und einiges mag etwas vorhersehbar sein aber sie haben auch spannende Anteile, so dass ich das Buch sehr schlecht aus der Hand legen kann und das Buch förmlich verschlinge.

Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und auch zum Teil schon aus dem ersten Band bekannt. Auch die neu hinzugekommen konnten mich sehr überzeugen. Natürlich sind mir die beiden Hauptcharaktere Dagmar und Pit sehr sympathisch und sie agieren und reagieren auch sehr authentisch aber auch die „neuen“ Charaktere finde ich sehr interessant. Hier möchte ich Ole erwähnen der mir erst sympathisch erschien, dann aber eigenartig wurde und sich dann zum Schluss hin doch alles aufklärt. Ich möchte nicht zu viel verraten aber Ole weiß zu überraschen. Natürlich sind auch seine Aktionen und Reaktionen nachvollziehbar und authentisch.

Die Szenen sind gut beschrieben, natürlich könnte man noch tiefer eintauchen aber es ist stimmig und so bin ich es von Frieda Lamberti gewohnt. Mir gefielen die Szenen insgesamt sehr gut. Die Szene als Martha plötzlich in den Raum platzt und dadurch ein wenig stört fand ich sehr passend und irgendwie auch Martha-Typisch.

Bei „Warme Milch und Kummerkekse“ handelt es sich um den zweiten Band der Kummerkekse-Serie, man sollte den ersten Band „Kalte Milch und Kummerkekse“ vorher bereits gelesen haben.



„Warme Milch und Kummerkekse“ ist ein kurzweiliger Roman und eine sehr gelungene Fortsetzung. Die Charaktere und die Szenen konnten mich als Gesamtpaket sehr überzeugen. Die Leichtigkeit, der Witz und die Spannung machten mir das Lesen zu einem Genus. Eine tolle Lektüre für „zwischendurch“. Band eins „Kalte Milch und Kummerkekse“ sollte vorher bekannt sein. Ich kann die Reihe sehr empfehlen.


5 von 5 Schnecken
tolle Fortsetzung, leicht, witzig und spannend

Rezension #115: Maresi


Am 09.05.2016 bei HEYNE< erschienen
ISBN: 978-3-641-17020-2
Genre: High Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook


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In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten ... 
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Erster Satz:
„Mein Name ist Maresi Enresdotter, und ich zeichne dies im neunzehnten Leitungsjahr der zweiunddreißigsten Mutter auf. “


„Maresi“ ist sehr locker und leicht geschrieben, mir persönlich fast ein wenig zu jugendlich aber junge Maresi ist ja auch erst dreizehn. „Maresi“ lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Da Maresi ihre Geschichte selber niederschreibt ist „Maresi“ natürlich aus ihrer Sicht geschrieben. 
Dadurch das es ein recht dünnes Werk ist waren die Seiten wirklich sehr schnell gelesen. Eingefangen hat mich Maresis Geschichte schon von der ersten Seite an und ich fühlte mich wunderbar durch getragen.

Maria Turtschaninoff war mir vorher gänzlich unbekannt. Mich würden aber auch weitere Bücher von ihr interessieren da ich die Art wie sie Schreibt sehr gut finde und ich gerne lesen würde wie die Autorin weitere Geschichten umsetzt.

Die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet und man erfährt was aus der Geschichte von Maresi und von Jai, es wird sehr deutlich das jede ihre eigene Geschichte hat die sie auf die Insel geführt hat. Maresi war mir sehr schnell sympathisch und ihr Wissensdurst ist faszinierend. Sehr gut finde ich auch den kleinen Gegensatz der sich bei Maresi auftut. Einerseits ist sie dreizehn Jahre jung und das merke ich auch an der Art wie geschrieben wurde. Andererseits ist sie aber sehr erwachsen und achtet auch ohne einen Auftrag auf die Jungnovizin.
Jai und ihre Freundschaft zu Maresi empfand ich auch sehr gut dargestellt. Ich mochte Jai gleich und ich empfand die Entwicklung sehr enorm. Von einer kleinen stillen Verfolgerin zu einer mutigen Freundin. Sehr gut fand ich wie sie Maresi ohne viele Worte und ohne Druck verstand und sie gestärkt hat.

Die Szenen und die Umgebung waren für die kürze des Romans sehr gut ausgearbeitet und wirkten nicht gehetzt. Die Umgebung konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich habe mich sehr über den Lageplan am Endes des Buches gefreut. Die beiden Zeichnungen wären evtl. am Anfang etwas besser aufgehoben. Meine Lieblingsszene ist nicht einfach zu benennen und da ich nicht zu viel verraten möchte sage ich nur, als Maresi zurückkehrt und ihre Angst zurücknimmt um die Tür zu öffnen.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und es passt wirklich sehr gut zu der Geschichte. Ich mag die Stille die das Cover ausstrahlt.

Für mich ein gelungenes Gesamtwerk. Von Cover über die Charaktere und die beschriebenen Szenen finde ich es ansprechend und überzeugend. Angenehm empfand ich die Stille die mir vermittelt wurde aber auch die Spannung die durchaus aufkam und auch die Emotionen, die mich durchaus erreichen konnten. Durchaus ein Roman den man verschlingen kann, ich zumindest konnte es schwer zur Seite legen. 



„Maresi“ ist ein gelungener Fantasieroman. Hier schreibt Maresi einen Teil ihrer eigenen Geschichte auf der Insel nieder. Die Charaktere, die Szenen und das Cover konnten mich überzeugen. Fantasiefreunde die eine stille aber spannende Lektüre suchen sollten ruhig einen Blich riskieren, ich kann „Maresi“ sehr empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Ruhig aber spannend. Fesselnd


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Random House GmbH.

Rezension #114: Battle Island


Am 25.07.2016 bei cbj erschienen
ISBN: 978-3-641-17525-2
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook 


[www.randomhouse.de]



Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow bitterer Ernst ... 
[www.randomhouse.de]



Erster Satz:
„Louisa Harder rannte um ihr Leben.“


„Battle Island“ ist ansich leicht und verständlich geschrieben. Der Beginn liest sich etwas träge und durch den Aufbau auch nicht flüssig. Als die Geschichte in der gewohnten Reihenfolge erzählt wird lies sich die Geschichte leichter und flüssiger lesen. Die Spannung ging mir durch den Aufbau auch etwas verloren. Hier wäre mehr drin gewesen.

Ungewohnt und schwierig fand ich den Aufbau. Die Geschichte beginnt an Tag 8 dann folgt ein Wechsel zwischen den Rückblenden, die Wochen zuvor spielen und den aktuellen Geschehnissen auf der Insel. Mir nahm es den Lesepass so dass ich das Buch erst bei Seite gelegt habe. Allerdings bin ich froh das ich es kurze Zeit später noch einmal zur Hand genommen habe und weiter gelesen habe. Die Geschichte ist überzeugend und auch gar nicht so aus der Luft gegriffen nur der Aufbau konnte nicht überzeugen.

Bisher kannte ich keinen Roman von Peter Freund daher kann ich hier keinen Vergleich ziehen. Der Autor hat für „Battle Island“ ein Thema gewählt das gar nicht abwegig ist und das Thema auch meist gut umgesetzt.

Die Charaktere sind interessant aber auch etwas oberflächlich gehalten. Lou als Hauptcharakter ist sehr sympathisch und macht auch interessante Entwicklungen durch aber sie wirkt sehr naiv und ihr fehlt es an Tiefe. Genau so bei den anderen Mitstreitern auf der Insel und zu Hause. Sie haben Potential aber da bleibt viel liegen.

Die Szenen sind gut ausgearbeitet und stimmig, allerdings schweift der Autor hier gelegentlich sehr ab. Manchmal wirkt es als zu viel. Im Vergleich mit den Charakteren wäre hier etwas weniger besser.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist ansprechend und auch passend.



„Battle Island“ ist ansich leicht geschrieben aber durch den Aufbau geht einiges verloren. Das Thema ist aktuell und spannend allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Charaktere sind oberflächlich und die Szenen schweifen manchmal etwas ab. „Battle Island“ lies sich, bis sich der Ablauf „normalisiert“ hat, etwas träge lesen. Beim gewohnten zeitlichen Ablauf konnte ich den Roman flüssiger lesen und auch ein wenig Spannung kam auf. Potential ist da aber es wird viel liegen gelassen.


3 von 5 Schnecken
Super Thema, Umsetzung nicht überzeugend


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Random House GmbH.

Rezension #113: So wie die Hoffnung lebt


Am 01.08.2016 bei Knaur erschienen
ISBN: 978-3-426-51905-9
Genre: Romantik & Leidenschaft
Sprache: Deutsch
Gelesen als Klappenbroschur, Knaur TB, 480 S.


[www.droemer-knaur.de]



Woran hältst du fest, wenn du alles verlierst?
Als sich Katie und Jonah kennenlernen, geschieht ein kleines Wunder: Der sensible Junge dringt mit viel Einfühlungsvermögen und seinem außergewöhnlichen Talent für die Malerei zu dem Mädchen durch, das sich nach einer fürchterlichen Familienkatastrophe von allem zurückgezogen hat und verstummt ist. Katie beginnt wieder zu sprechen. Doch als aus ihrer Freundschaft viele Jahre später zarte Liebe keimt, schlägt das Schicksal erneut zu … 
[www.droemer-knaur.de]



Erster Satz:
„Herzen brechen lautlos.“


„So wie die Hoffnung lebt“ ist angenehm locker und sehr gefühlvoll geschrieben. Es liest sich ebenso leicht und flüssig und die Gefühle kommen sehr gut ab. Auch konnte mich der Roman sehr schnell erreichen und hat mich sanft durch die Geschichte getragen. In „So wie die Hoffnung lebt“ erleben wir die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Jonah aber wir bekommen auch einen sehr guten Einblick in Katie.
Bislang kannte ich noch keinen Roman von Susanna Ernst aber mich konnte sie gleich mit dem einfühlsamen und sehr emotionalen Schreibstil überzeugen. Auf mich wirkt die Geschichte von Katie und Jonah nicht kitschig sondern sehr romantisch und hat auch eindeutig spannende und dramatische Momente. Ich konnte den Roman sehr schwer zur Seite lesen da er mich sehr gefasselt hat.

Die Charaktere, bzw. mein Lieblingscharakter, sind alle sehr gut durchdacht und auch sehr abwechslungsreich. Mir gefiel Jonah sehr gut weil er mir von Anfang an sehr sympathisch war. Seine Aktionen und Reaktionen passten zu ihm und waren sehr authentisch. Jonah liebt aufrichtig und er sieht Katie.
Auch wenn Mason nicht der Sympathieträger ist gefiel er mir auch sehr gut. Natürlich ist er der „Bösewicht“ aber auch der Charakter ist sehr gut durchdacht und agiert logisch.

Die Geschichte oder doch eine Lieblingsszene? Mich hat die Geschichte von Katie und Jonas sehr schnell eingefangen und ich fand sie sehr passend ausgebaut. Ich empfinde sie durchaus realistisch, zumindest den ersten Teil. Der zweite Teil kommt in der Regel nicht allzu häufig vor aber ist die Geschehnisse sind durchaus realistisch. Auf jeden Fall ist das Gesamtpaket sehr stimmig. 
Meine Lieblingsszene ist gar nicht so einfach zu benennen da es wirklich einige wunderbare Szenen gibt. Der Moment am Hafen als plötzlich ein Papierflieger angeflogen kam hat mir mit am besten gefallen.

„So wie die Hoffnung lebt“ hat emotional einiges zu bieten und auch mich hat die Geschichte sehr bewegt. Ja ich hatte Tränen in den Augen und ich habe mitgefiebert. Den ersten sehr bewegenden Moment fand ich schon im ersten Kapitel.

Für mich war „So wie die Hoffnung lebt“ein sehr angenehmes und emotionales Leseerlebnis das aber auch spannend und teils dramatisch war.



„So wie die Hoffnung lebt“ ist ein sehr emotionaler Roman mit Spannung und auch dramatischen Momenten. Die Charaktere sind stimmig und sehr schön ausgearbeitet die Szenen überzeugen. Alles in allem ein sehr angenehmes Leseerlebnis das ich unbedingt empfehlen kann.


Emotional und spannend. Sehr fesselnd


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Rezension #112: Geteiltes Blut


Am 01.08.2016 bei ivi erschienen
ISBN: 978-3-492-70422-9
Genre: All Age Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als Klappenbroschur, 384 Seiten


[www.piper.de]




Ihre Magie birgt ein dunkles Geheimnis
Nachdem die Sommerferien und ihr achtzehnter Geburtstag in einer Katastrophe endeten, freut Jillian sich auf ihr zweites Schuljahr an der Winterfold Akademie. Doch schon bald bemerkt sie, dass im umliegenden Wald seltsame Dinge vor sich gehen – unbekannte Mächte scheinen sie zu verfolgen. Schnell wird klar: Die Bedrohung kommt nicht von außen, sondern hat ihren Kern in der Akademie. Für Jillian wird es immer schwieriger, ihre wahre Abstammung zu verbergen und ihr größtes Geheimnis zu bewahren. Und um den rätselhaften Vorkommnissen auf den Grund zu gehen, muss sie sich ausgerechnet auf die Suche nach ihren dämonischen Wurzeln begeben ...
[www.piper.de]



Erster Satz:
„Der Wecker klingelte und riss mich unsanft aus dem Schlaf.“


„Geteiltes Blut“ ist, wie auch der Teil eins, angenehm locker und leicht geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Als Leser erlebt man die Geschichte aus Jillians Sicht und bekommt einen sehr guten Einblick in ihre Gefühle und Gedanken. Anders als in „Mystische Mächte“ empfand ich den Beginn der Geschichte als etwas träge und die letzten Szenen vergingen sehr schnell. Allerdings wird auch in „Geteiltes Blut“ auf unnötige Wiederholungen verzichtet, die benötigten Informationen sind sehr gut eingebunden.

Die Geschichte als solches ist sehr spannend und konnte mich sehr gut erreichen. Die Emotionen konnten mich erreichen. Auch wenn der Start etwas träge war konnte mich „Geteiltes Blut“ packen und hat mich gut durch getragen.

Mein Lieblingscharakter in „Geteiltes Blut“ ist nicht so einfach auszumachen. Natürlich ist Jillian mir sehr sympathisch, sie kommt authentisch rüber und handelt auch für ihren Charakter sehr logisch. Mir hat aber Conchobhar oder auch Cox, der Kobold, sehr gut gefallen und irgendwie hat er mich etwas an Dobbie aus Harry Potter erinnert. Cox ist ein witziger Geselle der Jillian eine gute Hilfe ist. In meinen Augen ist Cox ein gut eingebundener Neuzugang und mir unheimlich ans Herz gewachsen. Ich bin gespannt wie er sich weiter entwickelt. Noch ein Neuzugang, bei dem ich mir lange sehr unsicher war was ich von ihm halten soll, Chaz. Er war mir lange ein Rätsel und ich konnte nicht einordnen auf welcher Seite er steht hat mich sehr überrascht und konnte mich auch sehr überzeugen. Etwas undurchsichtig aber wenn man die „Auflösung“ liest ergibt alles einen Sinn und sein Handeln und die Reaktionen sind stimmig.

Meine Lieblingssituation in „Geteiltes Blut“ ist als Jillian zu Chaz ins Zimmer geht und Chaz, krank im Bett liegt. Das die Männer auch immer so leiden müssen und das die schlimmste Erkältung ist die es gibt. Ich fand es eine klasse Situation die , wie ich denke, viele auch im realen kennen.

Ich führe keine Bestenliste aber diese Reihe spielt recht weit oben mit. Allerdings finde ich „Geteiltes Blut“ etwas schwächer als „Mystische Mächte“ was mit an der Trägheit liegt, außerdem empfand ich das Ende sehr eilig. „Geteiltes Blut“ ist sehr Spannend und ich erlebte einige Wendungen die mich durchaus überrascht haben. Insgesamt finde ich den Mittelteil dieser Trilogie sehr gelungen. Da ich aber keine halben Punkte vergebe runde ich hier bei dem Ergebnis etwas ab. Dennoch ist es ein sehr angenehmes Leseerlebnis. Mit dem sehr angenehmen Cover macht sich das Buch auch sehr gut in meinem Bücherregal.




„Geteiltes Blut“ ist ein gelungener zweiter Teil einer Trilogie. Der etwas schwächer als der erste Teil ist aber dennoch sehr spannend ist und einige interessante Wendungen zu bieten hat. Auch die Emotionen und der Witz haben hier einen guten Platz. Die Trilogie ist ansprechend sehr spannend und weiß zu überzeugen. Ich kann „Geteiltes Blut“ sehr empfehlen allerdings sollte vorher der erste Band gelesen werden.


4 von 5 Schnecken



Mein Dank für das Leseexemplar geht an Piper.